Mit dem Laser auf den Spuren der Vergangenheit

16vor.jpgDer aktuelle Artikel auf www.16vor.de – Nachrichten aus Trier beleuchtet die denkmalpflegerischen Maßnahmen an der Liebfrauenkirche Trier. Aus virtuellen Punktewolken werden ganz reelle Pläne mit detaillierten Angaben zu nötigen Restaurierungsmaßnahmen und der nun möglichen kunst- und bauhistorischen Forschung.

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Die Rose neu erblühen lassen – die Trierer Liebfrauenbasilika

Paulinus_Nummer 18_4. Mai 2008_Die letzte SeiteEin ganzseitiger Artikel im Trierer Bistumsblatt Paulinus informiert über die aktuellen Renovierungsmaßnahen. Gleichzeitig wird die Basilika, ein Gebäude des UNESCO Weltkulturerbes digital aufgemessen.

Diese Aufgabe wird von der Trierer Firma b-fund konzept denkmal erledigt. Eine digitale Dokumentation bietet sowohl die Grundlage für die Arbeit der Restauratoren, stellt gleichsam den Kunsthistorikern wertvolles Material für die formale Analyse zur Verfügung, wie Prof. Dr. Norbert Nußbaum von der Universität Köln erläutert.

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Großes Interesse an Dokumentarfilm in Berlin

Volles Haus in Kreuzberg

Mehr als 150 Interessierte besuchten am 18. April die Präsentation des Dokumentarfilms “Komm doch mit, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin…”. Gezeigt wurde der Film im Eduard-Fürstenberg-Saal des Berliner Gehörlosenverbandes e.V. Nach einem Vortrag des Historikers PD Dr. Thomas Schnitzler zur Entstehung des Film berichteten die Zeitzeugen Hans Lieser über die Zeit zwischen 1933 und 1945 sowie dessen Schwager Valentin Hennig über seine Bemühungen und Strapazen zur Wiedergutmachung.

In der anschließenden Diskussion betonte eine Zuschauerin die gängige Tabuisierung des Themas unter anderem auch in der Gehörlosengemeinschaft. Obwohl die Zahlen bekannt seien, würden die Opfer auch heute kaum über ihre Zwangssterilisation reden. Unter großer Anerkennung berichtete ein 89jähriger Gehörloser aus Berlin das erste Mal in der Öffentlichkeit von seiner eigenen Sterilisation. Ihm ist während der NS-Zeit das gleiche Schicksal wie Hans Lieser aus Kordel widerfahren.

Die Hauptperson des Dokumentarfilms, Hans Lieser, freut sich über die große Resonanz der Veranstaltung.Die Gebärdendolmetscherin Jana Steinkraus übersetzt den Vortrag des Historikers PD Dr. Thomas Schnitzler.

Die Zuschauer und Zuhörer beobachten und lauschen konzentriert den Ausführungen zur Entstehung des Dokumentarfilms.Der Eduard-Fürstenberg-Saal des Berliner Gehörlosenverbandes e.V. war bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

 

 

 

Valentin Hennig, der Schwager von Hans Lieser berichtet über seine Bemühungen zur Wiedergutmachung, ebenfalls übersetzt vom Gebärdendolmetscher Armin Langwald.„Ich habe sogar mit Stolz die HJ-Uniform getragen!“ Hans Lieser berichtet anschaulich über die Zeit des Nationalsozialismus in Trier.

Eine Berliner Zuschauerin berichtet über die Zwangssterilisationen in ihrer Gemeinde.Anhaltenden Beifall erhalten die Zeitzeugen Hans Lieser, dessen Schwager Valentin Hennig und PD Dr. Thomas Schnitzler mit Moderator Thomas Zander am Ende der Veranstaltung.

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Kurzfilm zum Thema Zwangssterilisation in Berlin zu sehen

gehoerlosenverband-berlin.gifAuf Einladung des Berliner Gehörlosenverbandes e.V., Brücke verbindet e.V.,
des Fördervereins der Ernst-Adolf-Eschke-Schule Berlin e.V. und des Berliner Elternvereins Hörgeschädigter e.V. wird der Kurzfilm “Komm doch mit, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin…” am Freitag, 18. April um 18:00 Uhr in Berlin präsentiert:

  • Friedrichstraße 12 (Kreuzberg)
  • Eduard-Fürstenberg-Saal
  • Filmabend, Vortrag und Diskussion
  • mit Gebärdensprachdolmetscher

Referenten: Dr. Thomas Schnitzler (Historiker), Hans Lieser (Zeitzeuge), Valentin Hennig, Bettina Leuchtenberg (Drehbuch, Redaktion), Harry Günzel (Kamera, Schnitt, Regie).

Eintritt: 4 €
Studenten, Arbeitslose, Mitglieder (GVB) 2 €
Schüler und Lehrer: frei
Mit Kinderbetreuung (beim Kinder- u. Jugendclub der Sinneswandel)
Verkehrsverbindung: U-Bahn U6, U1; Bus M41 – Hallesches Tor
www.deafberlin.deinfo@deafberlin.de

Fax: 030 – 2517053
Infos siehe auch RBB – Videotext, Tafel 790 ff.
Das Kommunikationsforum wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

Zum Film:

Gemeinsam mit dem Trierer Historiker PD Dr. Thomas Schnitzler recherchierten wir über das Thema „Zwangssterilisation an Männern, Frauen und Jugendlichen im NS-Staat in Trier“. Das Thema ist in den audiovisuellen Medien bisher kaum aufgearbeitet worden. Eine Informationslücke, die im Wesentlichen auf das langjährige Schweigen sowohl der Betroffenen und deren Familien selbst als auch der für die Durchführung verantwortlichen Institutionen (Gerichte, Gesundheitsämter und Krankenhäuser) zurückgeht.Grundlage der massenweise durchgeführten Zwangssterilisation ist das aus dem Jahr 1933 stammende „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (GVen). Als Erbkrankheiten galten beispielsweise „angeborener Schwachsinn, Schizophrenie, manisch-depressives Irresein, erbliche Fallsucht, erblicher Veitstanz, erbliche Blindheit, erbliche Taubheit, körperliche Missbildungen jeder Art und schwerer Alkoholismus“. Auf Grundlage dieses heute immer noch wenig bekannten NS-Gesetzes wurden in der Zeit von 1934 bis 1945 etwa 400.000 Kinder und Erwachsene zeugungsunfähig gemacht.

Ein Opfer des GVen ist ein 1925 in der Nähe von Trier geborener Gehörloser. Ein Trierer Polizist (geb. 1926) hat sich jahrelang für ihn und viele andere Zwangssterilisierte eingesetzt, damit die Betroffenen zumindest eine finanzielle Entschädigung erhielten. Seinem Engagement war es auch zu verdanken, dass das GVen schließlich 1998 – 65 Jahre nach seiner Einführung (!!!) – vom Deutschen Bundestag zum „NS-Unrecht“ erklärt und damit aufgehoben wurde.

Diese beiden hoch betagten Herren konnten wir an authentischen Orten interviewen. Dabei hat ein Dolmetscher die Erinnerungen des gehörlosen Interviewpartners synchron aus der Gebärdensprache übersetzt. Während (bzw. in Kommentierung zu) dem Interview werden auch die authentischen Orte seiner Zwangssterilisation ins Bild gerückt: das „Erbgesundheitsgericht“ als die beschlussfassende Behörde und das für die Durchführung der Operation bestimmte Krankenhaus.

Das Interview mit Hans Lieser ist der erste Erlebnisbericht von einem der 2220 Zwangssterilisationsopfer im Trierer Bezirk, der damit eine der höchsten Quoten erreichte.

  • Länge: 20:00 min.
  • Drehbuch, Redaktion: Bettina Leuchtenberg
  • Kamera, Schnitt, Regie: Harry Günzel
  • Wissenschaftliche Beratung: PD Dr. Thomas Schnitzler

© schnittstelle 2006

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Stolpersteine in Trier

Dokumentarfilm zum jüdischen Leben in Trier 1933-1945

Die Stolpersteine in der Trierer Moltkestraße erinnern an Moritz und Emilie Ermann.Die Stolpersteine, die seit Februar 2005 an verschiedenen Stellen in Trier eingelassen werden, mahnen an die Gewaltherrschaft des Naziregimes in Trier. Jeder Stein ist ein Mahnmal für eine Person, die an diesem Ort Opfer wurde. Der Film begibt sich auf Spurensuche und zeichnet das Schicksal einiger Trierer Familien nach, die aufgrund der Verfolgung zerrissen oder ermordet wurden. Interviews mit Überlebenden des Naziterrors, Angehörigen und früheren Nachbarn zeichnen die ehemalige Selbstverständlichkeit der jüdischen Bevölkerung als deutsche Staatsbürger nach. Diese Perspektive auf die lokale Historie ergänzt das Wissen aus Geschichtsbüchern oder gängigen Filmproduktionen um die Geschichte von nebenan, aus der Nachbarschaft. Der Terror in den Mauern Triers wird mit zahlreichen Fotografien und Dokumenten aus Archiven und privaten Alben anschaulich gemacht. Gedreht wurde unter anderem an Originalschauplätzen in Buchenwald und dem ehemaligen Gestapo-Hauptquartier in der Christophstraße in Trier.

  • Drehbuch, Redaktion: Bettina Leuchtenberg
  • Kamera, Schnitt, Regie: Harry Günzel
  • Wissenschaftliche Beratung: PD Dr. Thomas Schnitzler

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Ein paar Bilder vom Dreh

Dreh Gestapo HauptquartierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo Hauptquartier TrierDreh Gestapo HauptquartierDreh Gestapo HauptquartierDreh Stadtarchiv TrierDreh Stadtarchiv TrierDreh Gestapo Hauptquartier Trier

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Uni Hamburg zeigt den Film „Komm doch mit, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin.“

Logo GGKGIm Anschluss an die Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (GGKG) e.V. zeigte das Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (Universität Hamburg) den Kurzfilm „Komm doch mit, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin…“ Die Zwangssterilisierung des Hans Lieser. Bei der Veranstaltung am 26. Oktober im Hörsaal C des Hauptgebäudes der Universität Hamburg diskutierte das Team der schnittstelle sowie die Zeitzeugen Hans Lieser und Valentin Hennig mit dem überaus interessiertem Publikum.

Ausblick: Vorwort der Zeitschrift “Das Zeichen” 77/07

Hans Lieser wird in der Uni Hamburg herzlich begrüßt.Das Auditorium lauschte gespannt den Ausführungen des Historikers Dr. Thomas Schnitzler zu der Entstehung des Kurzfilms.

Hans Lieser und Valentin Hennig berichteten eindrucksvoll aus ihrem Leben.

Podiumsdiskussion nach der Filmvorführung mit Hans Lieser, Valentin Hennig, Bettina Leuchtenberg und Dr. Thomas Schnitzler (von rechts).

 

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16vor.de | Nachrichten aus Trier

Als freie Journalistin der neuen Online-Zeitung 16vor liefert die textschnittstelle redaktionelle Berichte aus Kultur und Gesellschaft, zum Start der neuen Online-Zeitung hier einige Texte und Bilder:

Müschi oder Möbelstück - Zeitungsbericht bei 16vor

Muschi oder Möbelstück

Erinnerung am Boden

Jensen zeigt sein wahres Gewicht

Schön scheußlich

Prost Herr Ring, Prost Frau Weyers

transparent.gif

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