Winterferien im Museum

Zwei Trierer Museen bieten in den kommenden Winterferien spezielle Aktivitäten für Kinder an. Im Rheinischen Landesmuseum Trier können Kinder an einem Vormittag erfahren, wie schon die Römer Feste gefeiert und sich verkleidet haben. Im Stadtmuseum Simeonstift findet ein einwöchiger Kurs statt, in dem Papier geschöpft wird.

Rheinisches Landesmuseum Trier: Tolle Tage in Trier – wie die Römer Feste gefeiert haben

„Tolle Tage in Trier“ – ein römischer Grabstein mit ‚Festmahl‘ im Kreis der Familie. Foto: © GDKE – Rheinisches Landesmuseum Trier, Thomas Zühmer

Unter dem Motto „Tolle Tage in Trier – wie die Römer Feste gefeiert haben“ lädt das Rheinische Landesmuseum am Mittwoch, 19. Februar, von 10 bis 13 Uhr, zum Winterferienprogramm für Kinder von 8-11 Jahren ein. Bereits zur Römerzeit sah der Kalender viele Feste vor. Herren verkleideten sich als Sklaven und Sklaven als Herren, so feierten die Römer die Saturnalien, eine Art Karneval am Jahresende. Wir machen uns auf die Spurensuche wann, wo und wie die Römer in Trier gefeiert haben. Was waren trendige ‚Party-Outfits‘? Welche Musik spielte man? Und welche Snacks wurden beim Festmahl gereicht?

Darüber hinaus lernen Kinder die öffentlichen Orte des römischen Triers kennen, wo große Menschenmengen die Spektakel im Amphitheater und im Circus feierten. Im Anschluss gestalten wir unsere eigene römische Maskerade. Das Programm kostet 8,00 € p. P. inklusive Eintritt und Material. An dem Vormittag können maximal 15 Kinder teilnehmen. Eine telefonische Anmeldung unter 0651 9774-0 ist erforderlich.

Stadtmuseum Simeonstift: Papierwerkstatt im Stadtmuseum

Kreatives Stadtmuseum. Foto: © Natalie Boden

In den Winterferien lernen Kinder ab 6 Jahren vom 17. bis zum 21. Februar, wie aus unscheinbarem Material farbenfrohe Kunstwerke entstehen: Unter fachkundiger Anleitung stellen sie aus Altpapier mit dem Verfahren des Handschöpfens neue Papiere her. Durch die Einarbeitung von getrockneten Pflanzen und bunten Schnipseln entstehen viele spannende Farben und Formen. Anschließend werden aus dem geschöpften Papier eigene Bilder und Collagen gestaltet. Inspiration finden die Kinder bei kurzweiligen Rundgängen durch das Museum. Der Kurs findet an den fünf Tagen jeweils von 9 bis 13 Uhr statt und kostet 65, 00 € p. P. inkl. Material. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0651 718-1452 oder per Mail an museumspaedagogik@trier.de.

 

Öffnungszeiten der Trierer Museen in den Winterferien

Die fünf Häuser der Museumsstadt Trier sind in den Winterferien regulär geöffnet. Zu diesen Zeiten können die Ausstellungen besucht werden:

  • Rheinisches Landesmuseum Trier: Dienstag bis Sonntag,10-17 Uhr
  • Stadtmuseum Simeonstift: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
  • Museum am Dom: Dienstag bis Samstag 9-17 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr
  • Museum Karl Marx-Haus: Montag 14-17 Uhr, Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr
  • Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
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Kennen Sie Trier? Führungen von Bettina Leuchtenberg per Pedes und Velo

Foto: Marcus Stölb

Bettina Leuchtenberg, Autorin der Architekturgeschichten und Sprecherin der Podcastst unter www.architektur-podcast.de, bietet Führungen durch Trier an. Sie finden im Rahmen der regelmäßigen Führungen und Veranstaltungen des Stadtmuseums Simeonstift Trier statt.

Aktuelle Termine:

Sonntag, 19. April 2020, 11:30 Uhr: Kennen Sie Trier? Fahrradtour zu ausgewählter Stadtarchitektur. Treffpunkt: Stadtmuseum Simeonstift Trier, Eintritt: 6,-€

Dienstag, 26. Mai 2020, 19:00 Uhr: Kennen Sie Trier? Spaziergang zu besonderer Stadtarchitektur. Treffpunkt: Stadtmuseum Simeonstift Trier, Eintritt: 6,-€

Außerhalb dieser Termine können im Stadtmuseum auch individuelle Führungen gebucht werden. Kontakt und Konditionen unter: https://www.museum-trier.de/veranstaltungen/individuelle-fuehrungen/

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Katalog zum Prix d’Art Robert Schuman veröffentlicht

Ab sofort ist der Katalog zum Prix d’Art Robert Schuman erhältlich – mit ausführlichen Infos zu den 16 Künstler*innen aus den Quattropole Städten Trier, Luxembourg, Metz und Saarbruecken. Die Texte zu den Trierer Prtotagonsit*innen stammen von Bettina Leuchtenberg. Vielen herzlichen Dank an das Team im Stadtmuseum Simeonstift Trier, das mich als Kuratorin für Trier bestens beraten, unterstützt und begleitet hat. Das gilt auch für die Kolleginnen in der Villa Vauban und dem Cercle Cité. 

Merci pour tous!

Der Katalog ist in den beiden Ausstellungsorten und im Stdtmuseum Simeonstift erhältlich.

Im Dezember erschienen: die aktuellen egp news

Die 2. Ausgabe der egp news im Jahr 2019 ist erschienen. Bettina Leuchtenberg hat einen großen doppelseitigen Report geliefert: Unter dem Titel „CASTELNAU MATTHEIS WIRD GRÜN, LUFTIG UND NATURNAH“  wirft sie sie nochmals einen Blick auf den neu enstehenden Stadtteil Castelnau und macht anschaulich, wie wir uns die Erweiterung von Feyen vorstellen können.

Linktipp:

Die egp news 2 | 2019

Hans Proppe (1875-1951) – Ausstellung über den Trierer Visionär, Gestalter und Lebensreformer in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar

Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar zeigt Ausstellung aus der Partnerstadt Trier

Vom 29. November 2019 bis zum 18. Januar 2020 zeigt die Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar die in Trier konzipierte und gezeigte Ausstellung „Hans Proppe: Visionär, Gestalter und Lebensreformer“, die 2017/18 bereits im Stadtmuseum Trier zu sehen war. Sie würdigt eine ungewöhnliche Gestalterpersönlichkeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, dem 29. November 2019 um 17:00 Uhr statt.

Hans Proppe (1875-1951) war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der interessantesten Professoren und Künstler der Stadt Trier. Seit 1904 war er als „Architekt für Kunstgewerbe“ an der Gewerblichen Fortbildungs- und Gewerbeschule – der heutigen Hochschule Trier – tätig.

In den Jahren 2013 und 2014 haben die Nachkommen Hans Proppes einen großen Teil des privaten Nachlasses in die Hände des Stadtmuseums Simeonstift Trier gegeben. Zahlreiche Fotografien, Zeichnungen, Postkarten, Schriftstücke und Briefe ermöglichen damit einen tiefergehenden Blick auf Hans Proppe, der das Kulturleben zu Beginn des letzten Jahrhunderts – zur den Hochzeiten des Bauhaus –  in Trier um viele Facetten reicher gemacht hat. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Stücke, mit denen das Leben und Wirken des Trierer Avantgardisten in dem ländlich geprägten Vorort Trier-Euren lebendig wird.

Vieles, was vor 100 Jahren modern und innovativ war, ist auch heute noch Thema. Hans Proppes Weltanschauung beinhaltete neben Mazdaznan, Vegetarismus und anderem auch das Gemeinschaftserlebnis und -leben mit Freunden und Kollegen in seinem Haus im Grünen, Zentrum einer selbst organisierten Künstlerkolonie.

Die Gemeinsamkeiten zur aktuellen Urban Gardening-Bewegung, dem gemeinsamen Wohnen und Leben in Baugruppen, Kommunen oder das Arbeiten in Künstlerkollektiven sind zwar immer noch Alternativen zum Mainstream, aber durchaus lebendig.

Dass die Ausstellung als Wanderausstellung im Bauhausjahr in Weimar gezeigt werden kann, ist der Idee und Vermittlung des Weimarer Kurators Michael Siebenbrodt zu verdanken. Als finanzielle Förderer für diesen Ausstellungsexport konnten die Sparkasse Trier und die Sparkasse Mittelthüringen gewonnen werden.

 

Erste Einblicke in den Prix d’Art Robert Schuman: Presse, Einladung und Flyer

Als Kuratorin für die Stadt Trier freue ich mich, schon heute einen kleinen Einblick in die Ausstellung „Prix d‘art Robert Schuman 2019“ teilen zu können. Das monatlich erscheinende Magazin der Stadt Luxemburg „City“ stellt in seiner aktuellen Ausgabe Kurator*innen und Künstler*innen der vier Quattropole-Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier vor. Die Ausstellung ist 2019/2020 in der Villa Vauban und im Cercle Cité in Luxemburg zu sehen.

Hier der Link zum Magazin: City, November 2019

Einladung zur Vernissage

 

Flyer zur Ausstellung

Unlösbar. Lesung mit Thriller-Autor Jem Saylor

Trier. Am Donnerstag, dem 26. September liest Jem Saylor um 20 Uhr bei GustoAntico aus seinem Thriller „Unlösbar“. Hierin wird ein Berater in das vom Krieg zerrüttete Bosnien der 1990er Jahre geschickt. Es stellt sich heraus, dass seine Aufgabe, eine Risikoanalyse zu erstellen, riskant und lebensbedrohlich ist. Er gerät in eine Odyssee durch ganz Bosnien, in der sich kriminelle Machenschaften, persönliche Glücksgefühle, brutale Gewaltszenen und ekstatische Momente in schwindelerregendem Tempo abwechseln.

Jem Saylor wurde 1970 in Australien geboren, ist in Deutschland aufgewachsen und hat an der Universität Trier Wirtschaftswissenschaften studiert. Im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit als Consultant leitete er diverse umfangreiche Projekte von global tätigen Entwicklungsbanken. Die Idee zum vorliegenden Buch entstand in den Jahren 2000 bis 2007, als er für den Aufbau von Bankenstrukturen in die vom Krieg zerstörten Regionen des ehemaligen Jugoslawiens entsandt wurde.

Die Veranstaltung findet bei Gusto Antico bei Vali in der Gartenfeldstraße 23 statt, der Eintritt ist frei. Am Freitag, dem 18. Oktober um 16:30 Uhr liest Jem Saylor auf der Frankfurter Buchmesse in der Frankfurt Authors Corner.

 

PDF: Plakat für Download, Ausdruck & Aushang 🙂

bauhaus – form und reform

bauhaus – form und reform. So lautet der Titel zur Landesausstellung im Landesmuseum Mainz, die am 15. September 2019 startet. Für den Katalog zur Ausstelluhng hat Bettina Leuchtenberg von der textschnittstelle einen Essay beigesteuert.

Bibliografische Angaben zum Katalog

bauhaus – form und reform
von der reformbewegung zum wohnen mit ikonen
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.)
bearbeitet von Eva Brachert
192 Seiten, 154 Abbildungen
20 x 21 cm, gebunden
Erschienen im E.A. Seemann Henschel Verlag Leipzig
Museumsausgabe 25,00 Euro
ISBN: 978-3-86502-426-8

 

Zur Ausstellung

Walter Gropius gründete 1919 in Weimar die Hochschule für Kunst und Architektur, an der das Bauhaus-Design entstand. Der Katalog zur Sonderausstellung „bauhaus – form und reform“ zeigt, welche Vorläufer es gab und wie die Entwicklung der legendären Kunstgewerbeschule verlief. In der Publikation werden sowohl Alltagsgegenstände der bekannten deutschen Produktdesigner Wilhelm Wagenfeld und Marianne Brandt, als auch Objekte von Architekten und Designern wie dem Belgier Henry van de Velde oder dem Deutschen Egon Eiermann präsentiert.
Der Katalog enthält darüber hinaus Essays, die den Ursprung der Bauhaus-Idee skizzieren und weiterverfolgen bis zu den Wohn-Ikonen der Gegenwart. So werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Gestaltungsideen der vergangenen 100 Jahre in dem Bildband dargestellt, der auch als Begleitbuch in der Ausstellung gedacht ist.
Mit Objekten u. a. von: Alvar Aalto, Peter Behrens, Theodor Bogler, Marianne Brandt, Christian Dell, Erich Dieckmann, Egon Eiermann, Marguerite Friedlaender, Walter Gropius, Otto Lindig, Gerhard Marcks, Ludwig Mies van der Rohe, Oskar Schlemmer, Henry van de Velde, Wilhelm Wagenfeld.

Weblink zur Ausstellung

 

 

Erfolgreiche 13. Trierer Museumsnacht

Knapp 4000 Besucherinnen und Besucher in den fünf Trierer Museen

Am Samstag, dem 7. September 2019, öffneten die fünf Museen der Museumsstadt Trier bis um Mitternacht ihre Türen, um ein kulturell reichhaltiges Angebot rund um ihre Dauer- und Sonderausstellungen zu präsentieren.

Im Museum am Dom gab nochmals die Gelegenheit, die nun beendete Sonderausstellung „Zug um Zug – Was aus Figuren Menschen macht“ zu sehen. Hier waren Werke von elf Künstlern aus dem Grödnertal in Südtirol versammelt, die in der einen oder anderen Weise die Begegnung von Menschen mit sich selbst, mit anderen Menschen oder mit Gott zum Thema hatten. Ganz im Zeichen der Mode stand das Stadtmuseums Simeonstift, in dem Kuratorenführungen durch die aktuelle Sonderausstellung, öffentliches Tanzen im Brunnenhof oder auch stadthistorische Themen großen Anklang fanden. Das vor einem Jahr neu eröffnete Museum Karl-Marx-Haus stellt die Museumsnacht unter das Motto von „Tussy Marx und (ihre) Familie“, unter anderem anschaulich präsentiert durch Kostümführungen mit Dr. Paula Kolz und einem szenischen Schauspiel unter der Regie von Karsten Müller. „Spot an! Szenen einer römischen Stadt“ heißt die neue Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier, die in der Museumsnacht mit Führungen oder auch ganz individuell besucht werden konnte. Für beste Stimmung sorgte das Improvisationstheater des Spontat e.V.. Der ansonsten sehr ruhige Lesesaal der Stadtbibliothek Trier wurde in der Museumsnacht zur Kulisse für ein Zirkustheater rund um die Entstehung eines Buches, ein poetisches und zauberhaftes Schauspiel für Groß und Klein.

In allen Häusern sorgten stimmungsvolle Musik und kulinarische Köstlichkeiten für einen rundum gelungenen Abend.

In der Sonderausstellung „Zug um Zug – Was aus Figuren Menschen macht“ im Museum am Dom waren vor allem die Führungen bestens besucht. Hier betrachtet eine Besuchergruppe eine zeitgenössische Skulptur der Heiligen Familie. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier.

Bei der Ausstellung „Um angemessene Kleidung wird gebeten. Mode für besondere Anlässe von 1770 bis heute“ werden im Stadtmuseum Simeonstift viele Garderoben gezeigt, die im Laufe der Jahrhunderte für Tanzvergnügen angefertigt wurden. Ganz leger war der offene Tanzkurs im Brunnenhof mit Choreograf Reveriano Camil. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier.

Ganz eintauchen in Leben und Werk von Karl Marx konnte man abseits von Theaterstück, Lesung und Führungen im Museum Karl Marx-Haus in der Hörstation gegenüber von Marx’ Sessel. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier. Das Rheinische Landesmuseum wurde zur Bühne für spontane Geschichten, Anekdoten und Irrwitziges des Trierer Improvisationstheaters Spontat e.V.. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier.

Das Rheinische Landesmuseum wurde zur Bühne für spontane Geschichten, Anekdoten und Irrwitziges des Trierer Improvisationstheaters Spontat e.V.. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier.

Poetisches Zirkustheater rund ums Buch bot die Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier in der Museumsnacht für Groß und Klein an. Foto: Bettina Leuchtenberg, Museumsstadt Trier.

 

Linktipp: Ein Album mit weiteren Bildern ist zu finden auf der facebook-Seite der Museumsstadt.

 

Von Weimar nach Trier und von Trier nach Weimar

Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar zeigt im Sommer eine Ausstellung in Trier und übernimmt im Herbst eine Ausstellung aus der Partnerstadt an der Mosel

Mit viel positiver Resonanz zeigt die Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar seit dem 10. April und noch bis Ende Juli die Ausstellung „Die Bauhausbücher: ein europäisches Publikationsprojekt des Bauhauses 1924-1930“. In dieser Ausstellung werden alle 14 Bände, die zwischen 1925 und 1930 in der Publikationsreihe des Münchner Albert Langen Verlags erschienen sind, für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht. Eine besondere Rolle spielen dabei die Schutzumschläge, die heute als Ikonen der Buch- und Umschlaggestaltung der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts gelten. Die von Michael Siebenbrodt kuratierte Schau war von Anfang an als Wanderausstellung konzipiert und geht tatsächlich bereits im August auf Reisen.

Die Ausstellung wird zunächst von der Universitätsbibliothek Trier übernommen, wo sie ab dem 7. August zu sehen sein wird. Bei der Ausstellungseröffnung am 7. August um 18 Uhr werden sowohl der Präsident der Universität Trier, Prof. Michael Jäckel, als auch der Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Winfried Speitkamp, zugegen sein.

Prof. Jäckel war auch schon im Jahr 2012 beteiligt, als in der Weimarer Universitätsbibliothek eine Ausstellung zur „Trierer Papyrussammlung“ eröffnet wurde, die auf großes Interesse stieß. Schon zu dieser Zeit hatte man verabredet, dass irgendwann eine Weimarer Ausstellung in Trier gezeigt werden sollte. Prof. Speitkamp ist sehr erfreut, dass dieses Vorhaben gerade im Bauhaus-Jahr 2019 verwirklicht wird. „Wir haben mit unserer Ausstellung zu den ‚Bauhausbüchern'“, so Prof. Speitkamp, „einen wichtigen Aspekt der Außendarstellung des Bauhauses, der tiefe Spuren in der Geschichte der Buchgestaltung hinterlassen hat, thematisiert. Ich freue mich sehr, dass diese Ausstellung jetzt auch in der Trierer Universitätsbibliothek zu sehen sein wird.“

Trierer Ausstellung von Kuratorin Bettina Leuchtenberg in Weimar

Vermittelt durch Michael Siebenbrodt wird im Herbst 2019 wiederum eine in Trier konzipierte und gezeigte Ausstellung in Weimar Station machen. Die Ausstellung „Hans Proppe: Visionär, Gestalter und Lebensreformer“, die 2017/18 im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu sehen war, würdigt eine ungewöhnliche Gestalterpersönlichkeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seit 1904 war Proppe als „Architekt für Kunstgewerbe“ an der Gewerblichen Fortbildungs- und Gewerbeschule – der heutigen Hochschule Trier – tätig. Das Wohnhaus Proppe ist das älteste erhaltene Werk Heinrich Tessenows und das erste moderne Wohnhaus Deutschlands vor den Entwürfen des späteren Bauhauses. Vieles aus dem Leben und Wirken Hans Proppes vor rund 100 Jahren findet sich in alternativen Lebensentwürfen der Gegenwart wieder, sei es der Trend zum „Urban Gardening“, der Kommunen-Gedanke oder die Arbeit in Künstlerkollektiven. Als finanzielle Förderer für diesen Ausstellungsexport konnten die Sparkasse Trier und die Sparkasse Mittelthüringen gewonnen werden. Die Ausstellungseröffnung findet am 29. November 2019 statt.

(Medieninformation der Bauhaus-Universität Weimar, Kontakt: Dr. Frank Simon-Ritz, Universitätsbibliothek Weimar)