„Das Leben ist ein Kampf“ – Buch in Zusammenarbeit mit der textschnittstelle erschienen

ISBN 978-3-86821-100-9; 280 S., 60 Abb., kt., € 28,50 (Trier 2008)„Das Leben ist ein Kampf“

Marianne Elikan – Verfolgte des Nazi-Regimes. Tagebuch, Briefe und Gedichte aus Trier und Theresienstadt

Mit einer kommentierten Biografie und einem historischen Glossar
Herausgegeben von Thomas Schnitzler
unter Mitarbeit von Petra Jenny Vock und zahlreichen Fotografien von Bettina Leuchtenberg
Marianne Elikan, 1928 in Durlach geboren und in Wawern an der Saar aufgewachsen, ist die letzte lebende Zeitzeugin der Judenverfolgungen im Regierungsbezirk Trier. Zugleich ist sie eine der wenigen Überlebenden von Theresienstadt, die in dem jüdischen „Vorzeige-Ghetto“ fast über die ganze Zeit seines Bestehens, von 1942-1945, inhaftiert waren. Ihre 33 Monate währende Internierung überlebte sie nur, weil sie nach den Rassegesetzen als sogenannter „Mischling“ von den Deportationen in die Vernichtungslager verschont wurde.

Die von Marianne Elikan wenige Tage nach der Ankunft in Theresienstadt begonnenen Tagebuchaufzeichnungen sind ein einmaliges Zeitdokument. Zusammen mit ihren aus jenen Jahren erhaltenen Briefen und Gedichten vermitteln sie authentische Einblicke in die viel zu lange verschwiegenenRealitäten an den finalen Exekutionsstätten der NS-Gewaltherrschaft. Nach ihrer Befreiung kam Marianne Elikan 1945 zurück nach Trier, doch auch hier musste sie weiterhin um ihre Lebensgrundlage in der Nachkriegsgesellschaft kämpfen.

Den Entschluss zur Veröffentlichung ihrer autobiografischen Aufzeichnungen fasste Marianne Elikan erst wenige Monate vor ihrem 80. Geburtstag im Juli 2008. Die späte Aufarbeitung ihres Lebensweges als Opfer des NS-Regimes erforderte den Mut und die Kraft, sich all jenen traumatischen Erinnerungen auszusetzen, die sie längst vergessen glaubte, und sich bei der Korrekturlektüre ihrer Texte sowie in den zahlreichen Gesprächen mit dem Herausgeber mit den psychischen Folgeschäden ihrer Haft zu konfrontieren. Jedoch riskierte Marianne Elikan diese Auseinandersetzung mit ihren Erinnerungen ganz bewusst, um auch selbst mit diesem Kapitel ihres Lebens „endlich abschließen“ zu können. Mit der Veröffentlichung ihrer Erinnerungen möchte Marianne Elikan insbesondere der jungen Generation einen umfassenden, ungeschminkten Rückblick auf ihr Leben geben – nicht zuletzt als Beitrag zur Aufklärung
und Mahnung, damit sich Verfolgung und Terror gegen unschuldige Opfer nicht mehr wiederholen mögen.

Der vorliegende Band gliedert sich in drei Teile: Nach einer kommentierten Darstellung von Marianne Elikans Lebensweg im ersten Teil bietet Teil II die Edition der überlieferten autobiografischen Dokumente, unter anderem Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und eine Sammlung von Gedichten und weiteren Texten aus Theresienstadt. Zusätzlich zum üblichen Anmerkungsapparat ist dem Buch als dritter Teil ein umfangreiches Glossar mit Erläuterungen zum historischen Kontext und Erklärungen einschlägiger Sachbegriffe beigegeben, in dem auch die in den Dokumenten genannten Personen, Orte und Ereignisse verzeichnet und aufgelöst werden.

Zahlreiche Fotografien und Bilddokumente bieten zudem in allen drei Teilen des Buches sowie in einem gesonderten Farbtafel-Teil umfassendes Anschauungsmaterial.

ISBN 978-3-86821-100-9; 280 S., 60 Abb., kt., € 28,50 (Trier 2008)

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